Familien RKW
Seit einigen Jahren werden die Familien eingeladen zu einer Wochenend-RKW am 2. Advent, deren Kinder an der Sommer RKW teilgenommen haben.
Familienangehörige können die Gelegenheit nutzen oder besser versuchen zu spüren, wie die eigenen Kinder ihre RKW erleben.
Wer sind die Familienangehörigen? – hauptsächlich Vater, Mutter und Geschwister. Es gibt Eltern, die schon immer im Dezember dabei waren und neuhinzukommende Familien kehren gerne wieder in Zinnowitz ein. Gespannt schauen sich die Leute am Freitagabend um, wen erkennen sie wieder und wer ist neu.
Außerdem bietet ein Wochenende im Advent auch einen besonderen Reiz. Gemeinsam mit der Familie ein Weihnachtswochenende mit religiösem Hintergrund zu verbringen. Das hat was. Ich erzähle einfach mal, was wir so erlebt haben.
Am Freitag war Anreisetag. Ab 18 Uhr gab es erst mal Abendbrot. Nach der Stärkung trafen wir uns in der Bengsch-Halle. Wer wollte, egal ob Kind oder Erwachsener, konnte sich etwas früher treffen um mit ihren Instrumenten Weihnachtslieder einzuüben. Erstaunlich wie gut sie mit ihren verschiedenen Instrumenten gemeinsam spielen konnten. Wir sangen, lernten uns kennen und genossen bereits die tolle Atmosphäre.
Spät am Abend trafen sich die Erwachsenen in der Cafetria. Wir saßen in großer Runde und plauschten miteinander.
Am Samstag nach dem Frühstück wurden die Familien per Los in Gruppen aufgeteilt. Geländespiel stand auf dem Plan. Es gab ein großes Gewusel. Jeder hatte seine Aufgaben, alle Leute verteilten sich auf dem riesigen Gelände von St. Otto. Zum Schluss wurden die Punkte aufgelistet, aber die meisten Gruppen lagen sehr eng zusammen, so dass es einen eindeutigen Sieger nicht gab. Nach dem Mittagessen konnte jeder seine Pause verbringen wie er wollte. Manche nutzten die Gelegenheit, den Strand aufzusuchen andere genossen den Schlaf oder lasen ein Buch.
Am Nachmittag ging’s dann sportlich zu. Wieder wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Wir mussten mit einem Schrubber um den Aufnehmer kämpfen. Wem es gelang den Aufnehmer unter dem gegnerischen Stuhl zu bringen, hatte einen Punkt für seine Mannschaft errungen. Wir hatten alle Spaß an diesem Wettkampf.
Atempause bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Anschließend setzten sich die Familien zusammen und bekamen pro Person 2 Stück Holz zum bemalen. Aus sechs Holzstücken, richtig aneinandergelegt, ergab einen Stern, den sie mit nach Hause nehmen durften. Das zweite Stück Holz wurde mit allen anderen Holzstücken zu einem riesigen Stern zusammengeklebt. Dieser Stern wird irgendwo in St, Otto aufgehängt. Von jeder Person bleibt ein Teil im Hause und ist in Gemeinschaft verbunden mit den anderen Familien.
Dafür war der Abend ruhiger und besinnlicher. Bei Punsch und Plätzchen durften wir eine meditative Aufführung betrachten: „Zur Winterzeit der Welt“. Wunderschöne Landschaftsbilder im Winter, nachdenklich machende Bilder, hoffnungsfrohe Bilder, untermalt mit Liedern… Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.
Wieder trafen wir uns zur späteren Stunde in der Cafeteria. Einige Kinder spielten noch Fußball in der Turnhalle.
Am Sonntag feierten wir zusammen den Gottesdienst. Thema: Wie bzw. wo finde ich Gott – Welcher Weg führt zu Gott. Nach dem Gottesdienst gab es eine Erwachsenen- und eine Kindergruppe. Wir reflektierten über die möglichen Wege, Wegweiser, Umwege – über die eigenen gegangenen Wege und wie bin ich Wegweiser für die eigenen Kinder.
Nach dem Mittagessen war Aufbruch. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Das Wochenende war für uns alle eine erfüllte Zeit. Wir danken den Organisatoren: Dr. Kai-Uwe Socha, David Schulz, Fritz und Jule Neumann.
Marion von Brechan