Fronleichnam – das katholischste Fest schlechthin

Wir, Ehrenamtliche im Alter von 10 – 80 Jahren und unser Pfarrer, waren in diesem Jahr drei Tage mit dem Fest beschäftigt. Es war ein tolles Erlebnis zu spüren, dass jung und alt gemeinsam so viel Freude und Spaß hatten.

Am ersten Tag suchten, pflückten und sammelten wir verschiedene und bunte Blüten. Die Sonne meinte es sehr gut mit uns. Sonnenbrand und Mückenstiche konnten uns nicht davon abhalten am zweiten Tag die Blumenteppiche vor den drei Altären zu legen. Damit wir keinen Sonnstich davontrugen, organisierte uns Pfarrer Sommer Sonnenschirme, die aber von den sonnenhungrigen Frauen und Kindern nicht wirklich genutzt wurden. Aber die Kaffeepause mit reichlich Kuchen wurde gerne angenommen.

Den Brauch, Blumenteppiche zu legen, gibt es schon seit vielen Jahren in Heringsdorf. Sie sind nicht nur als Augenschmaus gedacht, sondern auch als hoheitliches Symbol zu Ehren Jesus Christi, der in der Gestalt des Brotes in der Monstranz über die farbenfrohen Teppiche getragen wird.

Ähnlich wie Prominente über den roten Teppich laufen.

Am Sonntag feierten wir mit den Gästen und der Gemeinde dann die Fronleichnamsmesse mit anschließender Prozession. Pfarrer Sommer erklärte in seiner Predigt die Bedeutung dieses Festes.

Fronleichnam ist der katholischste Feiertag schlechthin. In der Eucharistiefeier findet die Wandlung statt, d. h. Brot und Wein werden wirklich zur leibhaftigen Gegenwart Jesu Christi, obwohl Ausdehnung, Geruch und Geschmack des Brotes und des Weines sich nicht verändern.

Ist die Wesensverwandlung einmal vollzogen, bleibt das Brot der Leib Christi. Deswegen verehren wir in der Hl. Kommunion auch noch nach der Messe Jesus Christus, weil er hier gegenwärtig ist und bleibt. Die Prozession fand im Anschluss an die Eucharistiefeier an den drei Altären außerhalb der Kirche statt. Wir beteten die Fürbitten und erhielten den sakramentalen Segen.

Bei der Fronleichnamsprozession wird in der Monstranz die Hostie, das verwandelte Brot, der gegenwärtige Christus, von der Gemeinde mit auf den Weg genommen. Die Prozession ist ein Zeichen unseres Lebensweges, auf dem uns Christus begleiten und stärken will.

Nach der Liturgiefeier traf sich die Gemeinde in geselliger Runde. Eintopf, Kuchen Kaffee, und Getränke sorgten für das leibliche Wohl. Wer wollte konnte sogar mit Gitarrenbegleitung lustige Volkslieder mitsingen.

Allen freiwilligen Helfern, Blumenpflücker, Teppichleger, Kuchenbäcker, Suppenköche, Getränkespender usw. danken wir für ein gelungenes Fest.

Marion von Brechan

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